Barcelona, 17.08.17

Ich war gerade dabei aufzuräumen als ich von dem gestrigen Terroranschlag in Barcelona hörte. Die ersten Meldungen klangen, als ob nichts weiteres passiert sei; also ließ ich mich nicht beirren und dachte nicht weiter drüber nach. Dass die Attacke letztendlich dreizehn Leben und hundert Verletzte fordern würde, hätte ich nicht ahnen können.

Statt einen langen Monolog zu schreiben in dem ich meine Gefühle darlege, möchte ich viel mehr ein paar Worte über die Medienberichte über Barcelona verlieren.
Kurz nachdem ich überhaupt von dem Anschlag gehört habe, bin ich gleich dazu übergegangen, Online-Zeitungen samt Kommentarspalten in Social Networks aus meinem Dunstkreis zu verbannen.
– Niemand wartet mehr ab. Zeitungen hauen im Minutentakt vermeintlich neue Informationen raus, während die ersten Kommentatoren Verschwörungstheorien aufstellen, sich wegen unterschiedlicher politischer Ansichten an die Gurgel gehen oder einfach fröhlich relativieren. – Das Mitlesen bringt niemanden weiter.

Meinen jetzigen Kenntnisstand habe ich aus dem Radio bezogen und – meine Güte, Radiosender haben etwas zynisches an sich. – Die Reporter beschreiben eine unfassbare Gewalttat, ein Blutbad und lassen den Hörer fassungslos zurück, um ihm dann irgendein fröhliches Pop-Gewäsch vorzuspielen. – Was sollen sie auch sonst machen? Mit trauriger Musik in Dauerschleife wäre auch niemandem geholfen. Helfen ist generell ein großes Fragezeichen.

Na ja. Passt auf euch auf.

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Media Monday #320

Ein leerer Blog und eine frische Woche. Der Media Monday #320 muss her.

1. Düstere Zukunftsvisionen oder schlicht Dystopien finde ich schwierig. Der Grad zwischen Authentizität und „Ist das Satire?“ ist sehr schmal.

2. Wenn nächste Woche Freitag bei Netflix „The Defenders“ starten schiebe ich das Gucken wahrscheinlich wieder monatelang vor mir her.

3. Skyler (Breaking Bad) wäre [für] mich allein ja schon Grund genug, den TV kaputt zu machen.

4. Wenn ich so überlege, dürfte ich so ziemlich jeden Film von/mit Anthony Hopkins kennen, da er ein herausragender Schauspieler ist.

5. Bryan Cranston für die Serie Breaking Bad zu gewinnen, war in meinen Augen ein echter Coup, schließlich kann man seitdem wilde Verschwörungstheorien darüber anstellen, ob Walter White und Hal (Malcolm Mittendrin) ein und dieselbe Person sind .

6. Nachdem ich The Great Gatsby gesehen habe, muss ich dringend nochmal den dazugehörigen Roman lesen, immerhin muss ich dabei nicht Leonardo DiCaprio ertragen*duck*

7. Zuletzt habe ich ein hundertseitiges Übersichtswerk für eine Klausur diese Woche gelesen und zusammengefasst und das war KEIN literarisches Erlebnis, weil der Autor einfach keine Punkte gesetzt hat, sondern eine typisch deutsche Vorliebe für Schachtelsätze hat, die partout nicht enden wollen, weil es ja langweilig wäre, wenn Sätze einfach so enden würden, obwohl eigentlich schon alles gesagt ist, aber der Autor trotzdem nicht aufhört zu schreiben, weil man es seinen Lesern ja nicht einfach machen will, wenn es auch kompliziert geht, zumal lange Sätze ja die wissenschaftliche Qualität eines jeden Textes aufwerten, oder?