Barcelona, 17.08.17

Ich war gerade dabei aufzuräumen als ich von dem gestrigen Terroranschlag in Barcelona hörte. Die ersten Meldungen klangen, als ob nichts weiteres passiert sei; also ließ ich mich nicht beirren und dachte nicht weiter drüber nach. Dass die Attacke letztendlich dreizehn Leben und hundert Verletzte fordern würde, hätte ich nicht ahnen können.

Statt einen langen Monolog zu schreiben in dem ich meine Gefühle darlege, möchte ich viel mehr ein paar Worte über die Medienberichte über Barcelona verlieren.
Kurz nachdem ich überhaupt von dem Anschlag gehört habe, bin ich gleich dazu übergegangen, Online-Zeitungen samt Kommentarspalten in Social Networks aus meinem Dunstkreis zu verbannen.
– Niemand wartet mehr ab. Zeitungen hauen im Minutentakt vermeintlich neue Informationen raus, während die ersten Kommentatoren Verschwörungstheorien aufstellen, sich wegen unterschiedlicher politischer Ansichten an die Gurgel gehen oder einfach fröhlich relativieren. – Das Mitlesen bringt niemanden weiter.

Meinen jetzigen Kenntnisstand habe ich aus dem Radio bezogen und – meine Güte, Radiosender haben etwas zynisches an sich. – Die Reporter beschreiben eine unfassbare Gewalttat, ein Blutbad und lassen den Hörer fassungslos zurück, um ihm dann irgendein fröhliches Pop-Gewäsch vorzuspielen. – Was sollen sie auch sonst machen? Mit trauriger Musik in Dauerschleife wäre auch niemandem geholfen. Helfen ist generell ein großes Fragezeichen.

Na ja. Passt auf euch auf.

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